Komiža – ein märchenhafter Hafen mit langer Seefahrtstradition

Komiža – ein märchenhafter Hafen mit langer Seefahrtstradition

Das geologische Paradies

Das Vis-Archipel, das den Raum zwischen den Inseln Vis, Biševo, Palagruža, St. Andreas, Brusnik und Jabuka umfasst, wurde wegen seiner geologischen Bedeutung als UNESCO Global Geopark ausgezeichnet. Diese Inselgruppe ist auch für Nautiker von großer Bedeutung; das meistbesuchte Gebiet ist jenes zwischen der Ortschaft Komiža auf der Insel Vis und der Insel Biševo.

 

Komiža stellt einen bezaubernden Mikrokosmos dar, der Nautiker anzieht, aber gleichzeitig seine lokale Atmosphäre wahrt. Am Ende der tief eingeschnittenen Bucht, am Fuß steiler Felshänge, hat sich diese märchenhafte Ortschaft voller Steinhäuser und Fischerboote eingenistet. Der älteste Fischerort an der Adria ist ein beliebter Zielpunkt für Nautiker aus dem In– und Ausland, die zum sicheren Schutz an der Innenseite des Wellenbrechers anlegen können.

Ivo Pervan

Vor dem Stadtstrand und dem Wellenbrecher wurden viele Ankerbojen angebracht; da sich nur die offene See vor Komiža befindet, müssen die Nautiker, die an den Bojen festgemacht haben, selbst bei Windstille mit einem leichten Schaukeln ihrer Wasserfahrzeuge rechnen.

In den erfrischenden Morgenstunden, wenn sich die Sonne scheu über die umgebenden Höhen erhebt, machen der Besuch des örtlichen Gemüse- und Fischmarktes und ein Spaziergang durch die engen Gassen von Komiža am meisten Spaß. Dann lässt sich der Puls der Ortseinwohner am besten erfühlen.

 

In den Nachmittagsstunden erwärmt die Sonne den voll und ganz nach Westen ausgerichteten Ort mit voller Kraft, das ist dann die ideale Zeit für eine Erfrischung im Meer. Vor Einbruch der Dunkelheit sollte man unbedingt die wichtigsten Wahrzeichen Komižas besichtigen, die das Leben der hiesigen Bevölkerung von ferner Vergangenheit bis zur Gegenwart illustrieren: die imposante Nikolauskirche auf der Anhöhe, die Kirche der Muttergottes der Piraten am Stadtstrand und das Fischermuseum, das im Venezianischen Turm untergebracht ist.

Ivo Pervan

Die Gajeta-Falkuša, das traditionelle Holzboot, mit dem man bis zur 40 Seemeilen entfernten Insel Palagruža ruderte, ist ein Wahrzeichen, durch das Komiža weite Bekanntheit erlangte. Man kann sich das Boot in dem genannten Museum ansehen, oder in seiner natürlichen Umgebung – im Hafen von Komiža.

In gastronomischer Hinsicht bietet Komiža eine volle Palette an Möglichkeiten, wobei die Langustenspeisen besonders hervorstechen. Die von örtlichen Reisebüros angebotenen Themenausflüge sind recht abwechslungsreich – Wein – und Gastronomietouren, Militärtouren, Besuche von Höhlen auf Inseln und Festland, wie auch Tauchausflüge, Erkundungsfahrten auf dem Rad, im Kajak– oder sogar mit dem Gleitschirm...