Gefährliche Arten

Gefährliche Arten

Gefährliche Bewohner der Adria

Das Adriatische Meer wird Sie nicht mit besonderen Warnungen vor gefährlichen Arten empfangen. Es gibt keine lebensbedrohlichen Arten und das Schlimmste, was passieren kann, sind Unannehmlichkeiten, die man durch Kenntnisse über gefährliche Arten und vorsichtiges Tauchen vermeiden kann.

 

Arten, die ständig die Adria bewohnen und für die einige Vorkenntnisse und Vorsicht geboten sind, greifen ohnehin nicht als Erste an. Ihre Aggressivität kommt nur dann zum Vorschein, wenn sie sich bedroht fühlen. Dies ist beispielsweise bei der Muräne der Fall. Taucher treffen auf sie, wenn sie nur ein wenig aus dem Loch hervorschaut. Da ihr das Loch Schutz bietet, wird sie nicht davonschwimmen, sondern sich verteidigen, und zwar besonders aggressiv. Sie hat einen gefährlichen Biss, der sehr schmerzhaft ist und langsam heilt.

 

Die Muräne hat in ihrem Blut zusätzlich verstecktes Gift. Sie können damit nur Kontakt kommen, wenn Sie es konsumieren. Dieses Gift ist thermolabil, zersetzt sich bei hohen Brat- oder Kochtemperaturen und wird ungefährlich. Auch Aale haben giftiges Blut, sind aber nicht gefährlich, wenn sie nicht provoziert werden.

Andere Fische, wir oft bei Tauchgängen begegnen, tragen ihr Gift in äußeren Körperteilen. Am häufigsten sind dies Stacheln, die eine längere Rille haben, an deren Anfang sich eine Drüse mit Gift befindet.

 

Am bekanntesten sind die großen roten Drachenköpfe und die braunen Drachenköpfe, von denen es mehrere Arten gibt. Sie sind alle ähnlich und leicht erkennbar. Diese Meeresschönheiten liegen häufig auf Lauer, im Glauben an die Kraft ihres Giftes an der Rücken-, Brust- und Afterflosse. Auf dem sandigen oder schlammigen Grund lauert der Himmelsgucker, der giftige Stacheln an der Seite über den Brustflossen hat. Die Stiche dieser Fische sind schmerzhaft und unangenehm, was nach einigen Stunden vergeht.

 

Zu den giftigsten Fischen zählen Petermännchen, die Stacheln an ihrer ersten Rückenflosse und den Kiemendeckeln haben. Der kleinste unter ihnen, die Viperqueise, hat das stärkste Gift.

 

Es ist wichtig zu beachten, dass Fischer durch „giftige“ Fische am häufigsten aufgrund unvorsichtiger Handhabung verletzt werden. Sogar verendete Fische können ein Problem sein, da das Gift in den Stacheln bleibt.

 

Obwohl sie nur selten bei Tauchgängen angetroffen werden, sollten hier auch die Stechrochen und Meeradler erwähnt werden, die deutlich schwächere Gifte haben, dafür aber auch deutlich größere Stacheln besitzen, die mehr Schäden als das Gift anrichten können. Interessantes: Ein Verwandter der beiden vorherigen ist der Zitterrochen. Er kann einen kleinen Stromschlag versetzten, was eher eine unangenehme Überraschung als ein wahres Problem ist.

Miro Andrić
Neben den Fischen gibt es auch andere Gruppen von Meereslebewesen, die bei engen Kontakt unangenehm sein können. Am bekanntesten dafür sind sicherlich die Quallen. Die meisten von ihnen ist ungefährlich, aber die meisten Probleme machen die Leuchtquallen, die periodisch in großer Zahl auftreten. In diesen Jahren ist auch die Anzahl der Verbrennungen höher.
Miro Andrić
Quallen gehören zur Gruppe der Nesseltiere, einer uralten Meeresfamilie mit mehreren Arten, deren Verbrennung für den Menschen höchstens unangenehm sein kann. Eine von ihnen ist die gewöhnliche Wachsrose, die häufig in niedrigem Wasser vorkommt.
Quallen sind freischwimmende Organismen, schlechte Schwimmer, die von stärkeren Strömungen ohne Probleme davontragen werden, während die Seeanemonen Organismen sind, die am Boden haften.
Miro Andrić
Nicht unbedingt als gefährliche Arten besonders aufzuführen wären jene, die Stacheln haben, wie zum Beispiel der Seeigel, oder auch Arten, die Felsen unter dem Wasser, den Sandgrund oder das offene Meer bewohnen. Sie sind keine Bedrohung, außer wenn sie beunruhigt oder berührt werden.